Europas erster Passiv-Lebensmittelmarkt wurde eröffnet!
NAH&FRISCH - THENING,
10. September 2003, 14.30 Uhr
Am Anfang war die Idee -
Jetzt ist es Europas umweltfreundlichster Einkaufsmarkt
„Ist es möglich, einen Lebensmittelmarkt auch so zu bauen
wie dein PlusEnergieHaus in Thening?„
Mit diesen Worten zu „Energiegenie„ Uwe Kroiss
startete KommRat Alois Gradauer, Geschäftsführer der Pfeiffer
Gruppe, eine Revolution in Sachen Nah(energie)versorgung in Europa.
Am 10. September 2003 – nur rund ein Jahr später – eröffnet Pfeiffer unter der
Flagge von Nah&Frisch den europaweit ersten Passivhaus-Lebensmittelmarkt.
Futuristisch wie die Vision und das Erscheinungsbild ist auch das Energie- und
Baukonzept des neuartigen Projekts, geplant von den Architekten POPPE*PREHAL.
INHALT
Das Gesicht hinter
der Revolution. Nah&Frisch schreibt Markengeschichte. Statt ein Kraftwerk
hochzufahren, geht hier einfach die Sonne auf.
„Birkenstock-Generation“ oder ökonomischer Vorreiter? Oberösterreich:
Land der Zukunft und Förderer großer Ideen. Das Projekt im
Zeitraffer. Kontakt und Quellenangabe
Das Gesicht hinter der Revolution.
Nah&Frisch schreibt Markengeschichte.
Pfeiffer ist der lokal ärkste (Großhandels-) Partner für selbstständige
Kaufleute.
Wie alle Unternehmen der Pfeiffer Gruppe lebt auch die Marke Nah&Frisch
von einer unverwechselbaren Positionierung. Man setzt mit Kaufleute-geführten
Geschäften auf die Erhaltung lokaler Nahversorgungs-Strukturen. Dass dieses
Konzept in keinerlei Konflikt mit Innovation und Zukunftsdenken steht, beweist
das Debüt des ersten Passiv-Lebensmittelmarktes allemal.
Pfeiffer will mit diesem Meilenstein den Nah&Frisch-Kaufleuten ein
Zeichen setzen, in die Zukunft des Lebensmittelhandels zu investieren. Dass die
Handelsgröße bei diesen ersten Schritten mit Kapital und Know-how unterstützend
zur Seite steht, ist für Pfeiffer selbstverständlich. „Die Fülle und
Komplexität der Innovationen
dieses Prototyps wären Selbstständigen nicht zumutbar. Weil dies aber kein Grund
sein darf, um darauf zu verzichten, führt Pfeiffer den Markt vorerst selbst„,
so Mag. Georg Pfeiffer. Genauso wie die Intention, den Markt so bald wie möglich
in die Hände der Kaufleute zu legen und damit Türen und Tore für weitere
Projekte zu öffnen. Seien es neue Nah&Frisch-Passivmärkte oder bis dato
noch unbekannte Innovationen, bei denen Nah&Frisch in punkto
Nahversorgung sowie gesamter Lebensmittelhandel abermals eine Vorreiterrolle
übernehmen wird.
Alle Informationen zum Bau und zum Projekt finden Sie
ab 10. September
auch unter
www.oekomarkt.at
Statt ein Kraftwerk hochzufahren,
geht hier einfach die Sonne auf.
Während man Lebensmittelmärkte für gewöhnlich auf den ersten Blick erkennt,
fällt jener in der 2000-Seelen-Gemeinde Thening (Bezirk Linz-Land) nicht nur
architektonisch aus der Reihe. Ebenso bei den „inneren“ Werten ist er Tausenden
anderen Märkten weit voraus. Der Markt ist Strompreisschwankungen nicht
ausgesetzt und produziert sich den größten Teil des Verbrauches selbst. Völlig
schadstofffrei, umweltfreundlich, still und ein Leben lang.
Was hier neuartig klingt, ist im privaten Wohnbereich schon länger nicht mehr
unbekannt. Die „energieplanerischen Väter„ des neuen Passiv-Lebensmittelmarktes
der Marke Nah&Frisch, KommRat Alois Gradauer, Uwe Kroiss
Energiesysteme und POPPE*PREHAL kennen sich in der kosten- und
umweltschonenden Passivbauweise bestens aus. Uwe Kroiss Energiesysteme
beschäftigt sich mit erneuerbarer Energie, speziell mit der Photovoltaik. POPPE*PREHAL
bieten Gesamtlösungen im Energiesparbereich vom Einfamilienhaus bis hin zur
Sanierung im Gewerbebau.
KommRat Alois Gradauer fragte bei einem Besuch
bei Herrn Kroiss, ob man diese Technik auch
für einen Lebensmittelmarkt umsetzen könne. Die Idee des Ökolebensmittelmarktes
war geboren.
Aber welche Technik ist das eigentlich?
Der „Passivhaus-Ökomarkt„ funktioniert dank Wärmerückgewinnung aus Kühlanlagen.
Rund 85 Prozent der Abwärme wird über ein
ausgeklügeltes Lüftungskonzept zur Erwärmung der Raumluft wieder verwendet. Damit dies
möglich ist und keine erwärmte Luft nach außen dringt, sind eine hochgedämmte
Holzkonstruktion aus ökologischen Baumaterialien und eine gute Fundamentdämmung
notwendig. Neben der innovativen Gebäudehülle, die von keiner einzigen Säule
gestützt wird, sorgt eine Wärmeschleuse im Eingangsbereich dafür, dass keine
warme Luft verloren geht. Besonderer Pluspunkt dieser Technologie ist das
außergewöhnlich gute Raumklima, das den Komfort für Kunden und Mitarbeiter
erhöht.
Besonders stolz ist KommRat Alois Gradauer auf die netzgekoppelte
Photovoltaik-Anlage auf Dach- und Frontseite des Gebäudesmit ca. 29 Kilowatt peak. Mit der
Anlage lassen sich dann pro Jahr rund 40.000 Kilowattstunden umweltfreundlicher
Strom allein durch Sonnenenergie erzeugen.
Für die außergewöhnliche Architektur und die ideale Gebäudehülle waren die
oberösterreichischen Architekten POPPE*PREHAL zuständig.
„Birkenstock-Generation“ oder
ökonomischer Vorreiter?
Was da alles so schön nach „öko„ und „bio„ klingt, punktet keinesfalls nur am
Sektor Umweltschutz. Der immer größer werdende Teil an Energiekosten, verursacht
durch die Elektrogeräte und die Kühlgeräte, sowie die Heizanlage, machen die
Einsparung von Energie und die eigene Energiegewinnung bei einem
Lebensmittelmarkt immer wichtiger. Zum Vergleich: Während ein „gewöhnlicher“
Haushalt rund 730,- bis 1.500,- Euro im Jahr in Heizkosten investiert, liegen
die Kosten bei einem Passiv-Einfamilienhaus nur bei etwa 70,- Euro. Der
wirtschaftliche Vorteil steht also ebenso im Vordergrund wie der nachhaltige.
Anhand bereits gebauter Beispiele im Einfamilienhausbereich, bei Bürobauten,
Wohnungsanlagen und Kindergärten, kann man nun auch im Gewerbebau die Thematik
der Passivhausbauweise mit kontrollierter Be- und Entlüftung,
Wärmerückgewinnung und solarem Beitrag, in die Praxis umsetzen und nutzen.
Durch diese Bauweise kann auf ein fossil- oder atomar betriebenes Heizsystem komplett verzichtet
werden. Zusätzlich wird über die Photovoltaikanlage der Strom aus der Sonne
gewonnen und auch bei den Baustoffen setzt man auf Ökologie.
Oberösterreich: Land der Zukunft
und Förderer großer Ideen.
„Während in der EU gerade 6 Prozent des Energieverbrauchs aus erneuerbaren
Energieträgern kommen, liegt Oberösterreich mit 30 Prozent an der absoluten
Spitze. Wir wollen uns allerdings keinesfalls auf unseren Lorbeeren ausruhen und
so unterstützt das Land Oberösterreich Gewerbe- und Industriebetriebe mit
attraktiven Förderprogrammen. Es ist uns eine Ehre, dem Entwicklungsgeist
regionaler Betriebe sowohl beraterisch als auch finanziell beizustehen.„
(KommRat Josef Fill, Referent für Energie)
Nicht nur der Umwelt und dem Klima tut der schonende Umgang mit den Ressourcen
gut: Der Status unseres Bundeslandes als „Musterschüler„ beruht vor allem auch
auf dem geballten Know-how jener Unternehmen, die sich der Entwicklung immer
neuer Technologien verschrieben haben. Dazu Energielandesrat Josef Fill: „Da ist
eine ganze Branche entstanden, die Tausende von Arbeitsplätzen sichert und
Milliarden-Umsätze macht. Energiesparen ist also durchaus kein reiner
Selbstzweck mehr, sondern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das ganze
Bundesland geworden.„
Auch beim ersten Passiv-Lebensmittelmarkt war die Beteiligung regionaler
Betriebe groß geschrieben. Uwe Kroiss Energiesysteme aus Thening war mit
der Errichtung einer Photovoltaikanlage sowie der fördertechnischen Abwicklung
des Gesamtprojektes betraut.
Die Architekten POPPE*PREHAL führten alle Energiespezialisten und eigene
energieoptimierende Ideen zusammen, hatten die Bauabwicklung über und gaben dem
Gebäude die architektonische Note.
Erst durch dieses Zusammenbringen aller Spezialisten an einen Tisch und die
gemeinsame Entwicklung innovativer und kostensparender Elemente, wurde die
Realisierung eines so neuartigen Projektes möglich.
Das Projekt im Zeitraffer
August 2002 Die Idee wird geboren
April 2003 Spatenstich
Mai 2003 Beginn mit den Außenarbeiten – Bodenplatte
Juni 2003 Aufbau der Gebäudehülle in nur 3 Tagen
Juli 2003 Fertigstellung der Photovoltaik Anlage
August 2003 Übergabe des Marktes an die Firma Pfeiffer
10. September 2003
Nah&Frisch eröffnet den ersten
Passiv-Lebensmittelmarkt Europas
14.30h, Thening Nr. 226
Kontakt
und Quellenangabe
Alle Informationen zum Bau und zum Projekt finden Sie ab 10. September 2003
unter www.oekomarkt.at.
Wir bitten Sie, in sämtlichen Berichterstattungen die Quelle
www.oekomarkt.at
anzuführen. Ebenso sind Fotos mit dem Quellenverweis
www.oekomarkt.at zu
versehen. Danke.